1931 bis 2020: Ein Leben für den vorbeugenden Brandschutz

Ein „Hamburger Kind“, in Berlin später Bauingenieur, Feuerwehrmann, Branddirektor und Gründungsvater von hhpberlin: Das Leben von Dr. Karl-Heinz Schubert hatte in fast 89 Jahren viele Facetten.

Der größte Teil davon drehte sich um den vorbeugenden Brandschutz. Sein Motto als Feuerwehrmann „Allen wird gleichmäßig geholfen“ prägte auch seine Zeit als engagierter Berater und Planer. Wer immer an seine Tür klopfte, dem wurde unbürokratisch und zielführend geholfen.

So habe ich Dr. Karl-Heinz Schubert 1990/91 als junger Architekt in seinem damaligen Büro am Hagenplatz in Berlin kennengelernt. Auf Empfehlung eines älteren Kollegen war es mir damals gelungen, dort einen der sehr nachgefragten Termine zu bekommen.

Es waren die Zeiten, als Brandschutz in Bauprojekten noch nicht die zentrale Rolle spielte, wie das heute oft der Fall zu sein scheint. Doch schon damals hat mir seine Arbeitsweise imponiert, die so anders war als der Standard. Bei der Lösungen von Brandschutz-Problemen ging er nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ vor, sondern suchte für das Projekt ein individuelles Konzept zur Sicherung der Schutzziele.

Er hatte sicherlich einen Anteil daran, dass ich 22 Jahre später eine vage Hoffnung hegte: Die Spezialisierung auf vorbeugenden Brandschutz kann durchaus Sinn machen und wird nicht so trocken und langweilig werden, wie ich es zeitweise befürchtet habe.

Mit Dr. Schubert ist dem Brandschutz ein kluger Kopf und ein engagierter Feuerwehrmann verloren gegangen. Sein offenes unkonventionelles Denken, das sich abseits von bloßen Regeln an den Aufgabenstellungen orientierte, wird uns und unserem Büro immer ein Vorbild bleiben.